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In der Zazen-Haltung lernt man sich selbst kennen. Man begreift, dass Körper und Geist eine Einheit bilden. Die Bewegungen unseres Geistes, unsere Emotionen,  unsere vergangenen Handlungen hinterlassen Spuren in unserem Körper. Wenn man Zazen praktiziert, wird man sich seiner Spannungen und Konditionierungen bewusst und kann sie loslassen. Zazen ermöglicht, den normalen Zustand von Körper und Geist wieder zu finden durch eine starke, ausgeglichene Körperhaltung und eine tiefe Atmung.

Die Körperhaltung
Um Zazen zu üben, setzt man sich mit gekreutzten Beinen im Lotussitz oder halben Lotussitz auf ein schwarzes Kissen, genannt Zafu. Dabei ruht der Körper auf drei Punkten: dem Damm und den Knien. Das Becken ist nach vorn geneigt, so daß die Knie gegen den Boden drücken. Von dieser Basis aus richtet sich die Wirbelsäule auf, man stößt mit dem höchsten Punkt des Schädels in den Himmel. Das Kinn ist zurückgezogen, der Kopf ist gerade, die Schultern locker. Die Augen bleiben geöffnet, der Blick ist gesenkt und ruht vor einem auf der Wand. Die Zungenspitze liegt vorn am Gaumen an. Die linke Hand liegt auf der rechten Hand, die Handflächen zeigen nach oben. Die Daumen berühren sich leicht und bilden mit den Zeigefingern ein Oval. Die beiden Hände liegen auf den Schenkeln, und die Handkanten haben Kontakt zum Unterbauch. Der Mund ist geschlossen, ohne verkrampft zu sein. Man läßt den Blick etwa einen Meter vor sich auf dem Boden ruhen, ohne etwas Bestimmtes anzuschauen.
Durch diese Haltung werden wichtige Akupunkturpunkte im Körper aktiviert und es entwickelt sich ein energiereiches Körpergefühl mit einem weiten klaren Geist.


Die Atmung
Die Atmung im Zazen ist vollkommen ruhig, in einem langsamen, kraftvollen, natürlichen Rhythmus. Die Ausatmung ist lange und tief, alle Luft fließt ohne Zwang heraus. Dabei wird das Zwerchfell nach unten gepresst, so dass der Bauch gegen die Handkanten gedrückt wird. Am Ende der Ausatmung entspannt sich das Zwerchfell und die Einatmung geschieht ganz natürlich. Mit dieser Atmung kann man seine Energie im ganzen Körper verteilen und seinen Geist beruhigen.

Die Konzentration
Während Zazen kehrt man immer wieder zur Konzentration auf Körperhaltung und Atmung zurück. So beruhigen sich die Gedanken, ein klares, wachsames Bewusstsein entsteht, so dass man sein Innerstes ohne Wertung wahrnehmen und sich selbst in seiner Umgebung beobachten kann, ohne Druck, ohne Angst.

Kinhin
Kinhin üben wir zwischen zwei Zazen, es ist das Gehen im Rhythmus der Atmung. Dabei ist der linke Daumen im Innern der linken Faust eingeschlossen, die Daumenwurzel drückt gegen das Sonnengeflecht. Die rechte Hand umschliesst die linke Faust. Die Unterarme sind waagerecht, die Schultern entspannt. Der Rücken ist gerade, das Kinn zurückgezogen, der Nacken gestreckt, der Blick gesenkt in einem Winkel von fünfundvierzig Grad. Während der Ausatmung drückt man mit der Wurzel der grossen Zehe des vorderen Fusses und mit dem ganzen Körpergewicht stark auf den Boden, das vordere Knie ist gestreckt. Wie beim Zazen ist die Ausatmung lang, tief, geräuschlos und kraftvoll.  Am Ende der Ausatmung entspannt sich der Körper, die Einatmung geschieht ganz natürlich, gleichzeitig macht man einen halben Schritt vorwärts.

Ablauf
Wir sitzen 2 mal 40 Minuten, zwischen den Sitzperioden üben wir etwa 5-10 Minuten Kinhin. Direkt nach dem Zazen gibt es noch eine kleine Zeremonie, in der wir ein Sutra rezitieren.